
Wie ich höre, haben Sie demnächst sehr viel mehr Freizeit.
Lauren Graham (lacht): Ja, sieht so aus.
Sind Sie erleichtert, dass es vorbei ist. Lauren Graham: Ja, dieses Gefühl habe ich schon, aber es sind gemischte Gefühle und ich bin so dankbar für die Erfahrung. Aber ich bin erleichtert.
Es wurde doch schon davon gesprochen, 13 weitere Episoäden zu produzieren. Was ist passiert?
Lauren: Es wurde über viele Dinge nachgedacht. Ich habe so etwas in der Art schon vor vielen Monaten angeboten, aber ich dachte nicht, dass sie das Angebot wirklich annehmen. Sie haben nur gesagt, sie brauchen Zeit, um sich was zu überlegen. Wir beide, Alexis und Ich fühlten uns auch erschöpft, und so kreativ die Serie auch war, sie war am Ende angekommen oder kurz davor. Wir konnten uns wirklich keine weiter Staffel vorstellen. Ich glaube, sie hätten versucht es weiter zutreiben bis Staffel 13. Alles in allem konnten wir so nicht weiter machen. Das Studio war wirklich sehr großzügig und sehr respektvoll in dem ganzen Prozess. Wir wollten aber einfach nicht weiter unter Zeitdruck arbeiten. Aber wenn wir unter weniger Druck gearbeitet hätten, was wäre das für eine Serie? Die Art, wie ich es gern gehabt hätte, wäre für die Serie nicht unbedingt gut gewesen. Bis jetzt habe ich sechs bis sieben Tage für eine Episode gearbeitet und Alexis auch. Sie haben versucht uns entgegenzukommen und wir haben versucht, es uns so vorzustellen, aber am Ende haben wir festgestellt, dass wir etwas Unmögliches versuchen.
Haben Sie und Alexis sich abgesprochen?
Lauren: Nicht offiziell, aber natürlich haben wir unsere Hoffnungen diskutiert. Wir waren sehr offen miteinander. Meistens drehten sich unsere Gespräche um: Können wir uns vorstellen zurückzukommen.
Stimmt es, dass Alexis, die schwierige Verhandlungspartnerin war?
Lauren: Ich glaube nicht, dass das stimmt. Ich habe formell gesagt: Ich komme nicht zurück. Dann dachten sie, vielleicht können wir nur mit Alexis weitermachen. Ich will nicht für sie sprechen, aber wir beide haben Schritte vor und zurück gemacht. Aber es war klar, dass keine von uns, ohne die andere weitermachen würde.
Waren Sie zufrieden damit, wie die Staffel endete?
Lauren: Ich war zufrieden mit dem Prozess. Ich habe es sehr genossen mit den Autoren zu arbeiten. Ich fühlte mich berufen, auch unter Amys Aufsicht, die die Serie geschaffen hat. Für die letzte Episode haben wir versucht einen Plot zu finden, der an die erste Szene im Piloten erinnert, so haben wir den Piloten nochmal angesehen, den ich so lange nicht gesehen hatte. Die Serie ist jetzt wirklich ganz anders als damals, was mehr der dramatischen Phase bei WB entsprach. Ich denke, die Serie hat über die Zeit mehr Humor bekommen, jedes Jahr ein bisschen Entwicklung. Diese Jahr war wirklich komisch, denn ich hatte viel weniger zu sagen als sonst. Für manche Leute war das bestimmt gut so, aber ich fühlte mich sehr komisch und ich begann mich zu fragen, ob dass so bleibt, ich stelle nur Fragen und die Anderen antworten mir.
Was haben Sie am Serienfinale geändert?
Lauren: Mein Gefühl war, die Episode war zu leicht, sogar als Serienfinale. Ich dachte, es sollte ein Möglichkeit sein „Auf Wiedersehen“ zu sagen und Anerkennung für die Charakter zu vermitteln. Ich wollte es aber auch dramatischer. David Rosenthal war sehr offen, mehr als er gebraucht hätte. So ging er nochmal zurück und überprüfte alles. Es sollte alles ein bisschen tiefer gehen.
Glaubst du Luke und Lorelai Fans sind zufrieden mit dem Ende?
Lauren: In der Serie ging es immer um die beiden Mädchen. Es fing an als Mutter-Tochter-Beziehung und es gab nie richtig große Ereignisse. Darum war ich immer besorgt, dass da der Druck wäre (lacht) ... Mein extremes Beispiel war immer „Doppelhochzeit“. Ich wollte einfach kein großes Ereignis am Ende. Aber da ist definitiv eine Richtung, die glaub ich befriedigend sein wird.
Wie würdest du deine Arbeit mit Scott Patterson beschreiben über all diese Jahre?
Lauren: Großartig. Es ist eine Arbeitsbeziehung, wie die meisten. Aber er war ein toller Partner. Ich liebte meine Szenen mit ihm und die Chemie zwischen uns.
Wann gibt es die Gilmore Girls Wiedervereinigung?
Lauren (lacht): Wir werden natürlich den Gilmore Girls Film drehen. Ich werde nichts anderes mehr tun. Dann noch Gilmore Girls – das Musical. Dann die Modereihe namens Lorelai und ein Parfum, dass Stars Hollow heißt ... Nein, im Ernst. Ich promote im Moment Evan Almighty, der im Juni rauskommen wird.
Würden Sie wieder in einer Serie mitspielen? Lauren: Ja, das würde ich, aber nicht sofort. Ich liebe Fernsehen. Ich würde gern eine halbstündige Sitcom spielen. Aber ich genieße erstmal meine Zeit bis ich wirklich bereit für etwas Neues bin.
Gibt es etwas, das Sie ihren Fans sagen möchten?
Lauren: Ich bin ehrlich dankbar für die Unterstützung und der Anteilnahme für die Charaktere bei allen Aufs und Abs in den letzten sieben Jahren. Ich kann nicht sagen, was es für ein Kick ist, wenn man von Fans hört, besonders von jüngeren, die mit der Serie aufgewachsen sind und die Gemeinsamkeit gefunden haben mit Familienmitgliedern aus einer anderen Generation, während sie gemeinsam Gilmore Girls sahen. Ich hoffe, wenn ich 55 bin, nach einem Job suche und diese Mädchen die Studios leiten, erinnern sie sich an Lorelai Gilmore.
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